Warum mit dem Bus zum Weihnachtsmarkt?
Wer schon einmal versucht hat, im Dezember einen Parkplatz in der Nürnberger oder Kölner Innenstadt zu finden, kennt das Problem: Parkhäuser sind voll, Anwohnerparkzonen gesperrt, und die Gebühren liegen schnell bei 15-20 Euro für einen Abend. Mit einer Busreise zum Weihnachtsmarkt sparst du dir diesen Stress komplett. Der Bus hält zentral, du steigst aus und stehst nach wenigen Gehminuten zwischen Glühweinständen und Lebkuchenbuden.
Der zweite große Vorteil: Du kannst deinen Glühwein ohne schlechtes Gewissen genießen. Kein Promillerechnen, kein Verzicht, kein teures Taxi zurück zum Auto. Gerade auf Weihnachtsmärkten gehört ein heißer Becher einfach dazu, und als Busreisender bist du frei davon, auf Alkohol achten zu müssen.
Busreisen zu Weihnachtsmärkten eignen sich außerdem besonders gut für Gruppen. Ob Vereinsausflug, Firmenfeier oder Freundeskreis: Ihr reist zusammen an, verbringt den Tag gemeinsam und müsst euch nicht um Fahrgemeinschaften oder Treffpunkte kümmern. Viele Busunternehmen bieten ab 20 Personen attraktive Gruppenpreise an.
Und nicht zuletzt ist der Bus im Vergleich zum eigenen Auto oft günstiger. Rechne einmal Spritkosten, Maut, Parkgebühren und Verschleiß zusammen: Eine Weihnachtsmarkt-Busreise ab 19-35 Euro pro Person schlägt das in den meisten Fällen deutlich.
Die schönsten Weihnachtsmärkte für eine Busreise
Deutschland hat über 2.500 Weihnachtsmärkte. Nicht alle lohnen eine längere Anreise. Die folgenden Märkte sind so besonders, dass sich eine Busreise zum Weihnachtsmarkt wirklich auszahlt.
Nürnberger Christkindlesmarkt
Der Nürnberger Christkindlesmarkt zählt zu den ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkten weltweit. Rund 2 Millionen Besucher kommen jedes Jahr auf den Hauptmarkt in der Altstadt. Etwa 180 Holzbuden bieten traditionelle Waren an, darunter die berühmten Nürnberger Lebkuchen und Zwetschgenmännle. Termin: Ende November bis 24. Dezember. Probier unbedingt: Drei im Weggla, die typischen Nürnberger Rostbratwürste im Brötchen.
Dresdner Striezelmarkt
Der Dresdner Striezelmarkt ist der älteste deutsche Weihnachtsmarkt, urkundlich erwähnt seit 1434. Er findet auf dem Altmarkt statt und beeindruckt mit der weltgrößten erzgebirgischen Stufenpyramide (14 Meter hoch) und einem überdimensionalen Schwibbogen. Rund 240 Händler sind hier vertreten. Termin: Ende November bis 24. Dezember. Probier unbedingt: Original Dresdner Christstollen, am besten frisch vom Bäckerstand.
Kölner Weihnachtsmarkt am Dom
Direkt vor dem Kölner Dom stehen rund 160 Buden mit Blick auf die gotische Kathedrale. Das allein macht diesen Markt besonders. Aber Köln hat noch mehr: Insgesamt gibt es fünf verschiedene Weihnachtsmärkte in der Innenstadt, die du fußläufig erreichen kannst. Der Markt auf dem Heumarkt hat einen eigenen Eislaufbereich, der Markt im Stadtgarten ist deutlich ruhiger. Termin: Letzte Novemberwoche bis 23. Dezember. Probier unbedingt: Eine Kölner Weihnachts-Reibekuchen (Kartoffelpuffer) mit Apfelmus.
Stuttgarter Weihnachtsmarkt
Mit über 300 Ständen gehört der Stuttgarter Weihnachtsmarkt zu den größten in Europa. Er erstreckt sich vom Schlossplatz über die Kirchstraße bis zum Marktplatz. Besonders bekannt ist er für die aufwendig geschmückten Dächer der Buden, die jedes Jahr in einem Wettbewerb prämiert werden. Termin: Letzte Novemberwoche bis 23. Dezember. Probier unbedingt: Schwäbische Maultaschen in der Brühe, direkt am Stand.
Hamburger Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt liegt zwischen dem imposanten Rathaus und der Binnenalster. Rund 80 Stände bieten norddeutsche Spezialitäten an. Das Besondere: Die Mischung aus Hafenstadt-Flair und Weihnachtsstimmung. In der Nähe findest du außerdem den Santa Pauli Weihnachtsmarkt auf der Reeperbahn und den historischen Markt in der HafenCity. Termin: Letzte Novemberwoche bis 23. Dezember. Probier unbedingt: Feuerzangenbowle, hier an vielen Ständen frisch zubereitet.
Leipziger Weihnachtsmarkt
Seit 1458 wird in Leipzig Weihnachtsmarkt gefeiert. Damit gehört er zu den ältesten in Deutschland und ist gleichzeitig der größte Weihnachtsmarkt in Sachsen. Rund 300 Stände verteilen sich auf dem Marktplatz und den umliegenden Straßen. Bekannt ist er für das Märchenland auf dem Augustusplatz und den Finnischen Weihnachtsdorf. Termin: Letzte Novemberwoche bis 23. Dezember. Probier unbedingt: Leipziger Lerchen, ein traditionelles Gebäck mit Marzipanfüllung.
Erfurter Weihnachtsmarkt
Der Erfurter Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz bietet eine der spektakulärsten Kulissen in Deutschland: Hinter den 200 Ständen erhebt sich der Erfurter Dom mit der berühmten Gloriosa-Glocke. Die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt wird zur Eröffnung des Marktes geläutet. Termin: Letzte Novemberwoche bis 22. Dezember. Probier unbedingt: Thüringer Roster vom Kohlegrill, die Original-Bratwurst der Region.
Tipps für deine Weihnachtsmarkt-Busreise
Damit dein Besuch möglichst angenehm wird, hier konkrete Hinweise aus der Praxis:
- Besuche den Markt unter der Woche. Montag bis Donnerstag sind die meisten Weihnachtsmärkte deutlich leerer als am Wochenende. Du stehst kürzer an den Ständen und hast mehr Platz zum Bummeln. Besonders angenehm: Dienstag und Mittwoch.
- Komm am späten Nachmittag. Ab etwa 16 Uhr, wenn es dunkel wird, entfalten die Lichter ihre volle Wirkung. Gleichzeitig bist du vor dem großen Abendansturm da, der oft erst ab 18 Uhr einsetzt.
- Kleidung: Zwiebelprinzip. Auf dem Weihnachtsmarkt wechselst du ständig zwischen stehen, laufen und in beheizten Bereichen sitzen. Trage mehrere Schichten und unbedingt warme, wasserfeste Schuhe. Die Kälte kommt von unten.
- Bargeld mitnehmen. Viele kleinere Stände akzeptieren nach wie vor keine Kartenzahlung. Plane 50-80 Euro in bar ein, auch wenn du eine Karte dabei hast. An größeren Märkten wie Nürnberg oder Stuttgart gibt es inzwischen Geldautomaten direkt am Marktgelände.
- Das Pfandsystem verstehen. Auf den meisten Weihnachtsmärkten zahlst du für den Glühwein-Becher 2-4 Euro Pfand zusätzlich zum Getränkepreis. Du bekommst das Geld zurück, wenn du die Tasse abgibst. Willst du die Tasse als Souvenir behalten, ist der Pfand dein Kaufpreis.
- Mehrere Märkte in einer Stadt kombinieren. Städte wie Köln, Hamburg oder Stuttgart haben mehrere Weihnachtsmärkte, die fußläufig erreichbar sind. Plane genug Zeit ein, um mindestens zwei verschiedene Märkte zu besuchen. Jeder hat seinen eigenen Charakter.
Kosten und Buchung
Busreisen zu Weihnachtsmärkten sind in der Regel günstiger als im Sommer, weil die Nachfrage im Fernbusmarkt in der kalten Jahreszeit sinkt. Einfache Fahrten mit FlixBus oder anderen Anbietern bekommst du auf vielen Strecken schon ab 5-15 Euro, wenn du früh buchst. Organisierte Tagesfahrten mit Reisebussen kosten je nach Entfernung zwischen 19 und 45 Euro pro Person inklusive Hin- und Rückfahrt.
Vor Ort solltest du mit folgenden Ausgaben rechnen:
- Glühwein: 4-5 Euro pro Becher (plus 2-4 Euro Pfand)
- Bratwurst: 4-6 Euro
- Kartoffelpuffer oder Langos: 5-7 Euro
- Gebrannte Mandeln: 4-5 Euro pro Tüte
- Kunsthandwerk und Geschenke: sehr unterschiedlich, ab 5 Euro
Als realistisches Budget pro Weihnachtsmarktbesuch sind 30-50 Euro ein guter Richtwert, wenn du zwei bis drei Getränke trinkst und eine Mahlzeit zu dir nimmst. Mit Einkäufen und Souvenirs kann es natürlich mehr werden.
Gruppenrabatte: Bei organisierten Busfahrten lohnt es sich, ab 20 Personen nach einem Gruppenpreis zu fragen. Viele Anbieter gewähren 10-15 Prozent Nachlass. Manche Veranstalter bieten Komplettpakete an, die eine geführte Stadtführung oder reservierte Plätze in einem Weihnachtsmarkt-Restaurant beinhalten.
Buche deine Weihnachtsmarkt-Busreise am besten bis Mitte November. Die beliebtesten Termine, vor allem die ersten beiden Adventswochenenden, sind oft früh ausgebucht. Für Gruppenreisen empfiehlt sich eine Buchung bereits im September oder Oktober.
Häufige Fragen
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